Musikschulleiter Helmut Lorenz (v.l.), Cornelia Beck, Erster Bürgermeister Florian Schneider, Miroslav Dimitrov, Miklós Lugosi und Charlotte Lang mit einigen Schülerinnen und Schülern bei den Feierlichkeiten in der Musikschule


25 Jahre Musizieren im ehemaligen Kapuzinerkloster

Die städtische Musikschule Burghausen feiert Jubiläum – abwechslungsreiches Programm und innovative Unterrichtsmethoden zeichnen die Musikschule aus

Burghausen. 1994 kaufte die Stadt Burghausen das Kapuzinerareal in der Altstadt vom Kapuziner-Orden und für den damaligen Bürgermeister Hans Steindl war von Anfang an klar, dass er die Räumlichkeiten der städtischen Musikschule zu Verfügung stellen will. Die Musikschule war bis dahin in beengten und sanierungsbedürftigen Räumen im ehemaligen Salesianer-Seminar in der Zaglau untergebracht. Im November 1997 war es dann soweit, die Musikschule Burghausen konnte in die Kapuzinergasse einziehen. Dabei packten die Lehrkräfte beim Umzug, mit Hilfe des Bauhofs, selber mit an.

Zu einer kleinen Feierstunde überraschte Erster Bürgermeister Florian Schneider Schulleiter Helmut Lorenz bei der Probe mit der Kinderphilharmonie. Bei Butterbrezen plauderten Schüler, Lehrer, Schulleiter und Stadtoberhaupt über die Musikschule, die die meisten der Anwesenden am heutigen Standort kennen. „Die Musikschule passt hervorragend in das ehemalige Kloster“, meint der langjährige Schulleiter Helmut Lorenz, der schon seit der Gründung der Musikschule vor 37 Jahren als Musiklehrer dabei ist.

Die Musikschule ist perfekt wie sie ist: Es gibt genügend kleine Klassenzimmer für Einzelunterricht, große Räume für Gruppenunterricht oder große Instrumente, wie Schlagzeug, und einen großen Saal für Konzerte, den Arnold-Schönberg-Saal. Platz für die Verwaltung, ein Lehrerzimmer und Stauraum ist ebenso vorhanden. Sogar ein Hausaufgabenzimmer wurde eingerichtet, damit die Kinder in der Wartezeit ihre Schulaufgaben erledigen können. Der Außenbereich macht das Ensemble der Musikschule komplett. Viel Platz zum Toben und ein kleiner Spielplatz bietet den Kindern die Möglichkeit vor oder nach dem Unterricht an der frischen Luft zu spielen. Insgesamt unterrichten im Schuljahr 22/23 14 Lehrkräfte circa 550 Kinder.

Insgesamt gibt die Stadt Burghausen 400.000 Euro für die Musikschule aus, was die Stadt jedoch gerne macht. „In ihrer insgesamt 37-jährigen Geschichte hat die Musikschule viel erlebt und wesentlich zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt beigetragen. Wir können uns glücklich schätzen, so ein schönes Musikschulhaus zu haben, das Jahr für Jahr Hunderte Schülerinnen und Schüler aufnimmt“, sagt Erster Bürgermeister Florian Schneider.

Mehrere Konzerte pro Jahr, viele erfolgreiche Veranstaltungen in den letzten Jahren, wie zum Beispiel die Tage der Neuen Musik oder auch musikalisch Umrahmungen bei städtischen Veranstaltungen organisieren die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte regelmäßig. Auch im bundesweiten Wettbewerb „Jugend musiziert“ waren schon Preisträger dabei, die bei der Musikschule Burghausen Unterricht genommen haben.

Die Musikschule Burghausen tat sich auch als Innovatorin hervor: 1993 führte sie das Kernfachangebot ein, bei dem mit wechselnden Schwerpunkten Musiktheorie praktisch vermittelt wird und das gemeinsame Musizieren geübt wird. Besonders zu erwähnen ist auch das Klassenmusizieren, das 2003 in Bayern erstmalig von der Musikschule Burghausen durchgeführt wurde. In Kooperation mit den Grundschulen in Burghausen werden spezielle Musikklassen angeboten, so zum Beispiel Bläser- oder Streicherklassen, in denen die Kinder altersgerecht ihr Instrument und das Musizieren in einer Gruppe lernen.

„Mein Dank gilt allen, die diese einzigartige Musikschule bereichern. Ich freue mich aufs Nikolauskonzert, zu dem wir heuer wieder die ganze Stadtfamilie einladen“, so der Bürgermeister.

–ebh /köx

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Musikschulleiter Helmut Lorenz (v.l.), Cornelia Beck, Erster Bürgermeister Florian Schneider, Miroslav Dimitrov, Miklós Lugosi und Charlotte Lang mit einigen Schülerinnen und Schülern bei den Feierlichkeiten in der Musikschule

Fotocredit: Stadt Burghausen/köx