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Vortrag 21. Juni 2017

Die Zukunft geht vom Kopf aus

Berliner Stadtplaner gibt im Bürgerhaus als Querdenker Impulse zur Burghauser Stadtentwicklung

Burghausen. „Als ich von Österreich über die Salzach fuhr, stieß ich gleich auf das Ensemble Fluss, Altstadt und Burg. Da stimmen die Proportionen. Der Anblick ist bildmächtig wie die Skyline von Manhattan.“ Mit einem auf den ersten Blick gewagten Vergleich startete der Berater und Gutachter

Prof.Dr.Arnold Voss seine Überlegungen im Bürgerhaus zur Stadtentwicklung. Sein Vortrag am Mittwoch war nicht gespickt mit großen baulichen Ideen, sondern gab Impulse,die anregen zum Nachdenken.

Vor allem, wenn die Fragestellung „Wie wollen wir hier zukünftig leben“ mit Leben, Ideen und Planung erfüllt wird.„Burghausen hat sich aus einer Position der Stärke heraus weiterentwickelt. Das sieht man am Terminal oder an der Idee der Neuen Mitte mit der Shoppingmall. Hier kann mandank der Steuern etwas tun und packt an“, so Voss weiter. Der 68-Jährige hat in Berlin, Aachen und New York studiert und betreibt in in Berlinein Planungsbüro. WiFöG-Geschäftsführer Anton Steinberger berichtete von der Entwicklung des Centers. Jetzt seien die Parkplätze mit einer Ausfahrt zur Robert-Koch-Straße und ein gemeinsames City-

und Centermanagement vereinbart worden. Stadträtin Sabine Bachmaier fragte, wie der Eingangsbereich in die Neustadt willkommenskulturell gestaltet werden könnte. „Es ist wichtig, sichtbare Punkte zu schaffen. Man muss erkennen, dass sich etwas abspielt. Das können, müssen aber nicht Hochhäuser sein. Man muss auf alle Fälle besondere Punkte schaffen“, so der Experte. Er schlug ein Konzept der offene Arme vor, dass Gäste und Neubürger zur Erkundung einlade.Der teilweise in New York Lebende sieht ein viergeteiltes Burghausen, das aus Alt-und Neustadt, Burg und Wacker bestehe. „Sie leben bei Wacker

und nicht umgedreht. Und Wacker lebt auf dem Weltmarkt“, so Voss. Es gelte diese vier Punkte zu verbinden. Deshalb müsste der Gemeinsinn der Bürger gestärkt werden. Stadtrat Gunter Strebel warb dafür, beim Prozess der Stadtentwicklung die Bürger einzubinden, damit der Stadtrat nicht an den Bedürfnissen vorbeiplane. „Da können ganz interessante Sachen entstehen. Manchmal ist es dann schwer, die Architekten mit diesen Ideen zusammenzubringen“, so Voss. Er war dafür, Altes mit Neuem zu verbinden und machte dies anhand des Burgaufzuges deutlich. So könne eine Art Turm entstehen, der

weit über die Burg hinausrage. Dazu müsste man den Denkmalschutz ein bisschen lockerer auslegen“, animierte Voss zum Nachdenken. Gemeinsam mit der Industrie könne die Stadt dann auch mehr Druck

bei der Regierung ausüben, wenn es um die Förderung und Umsetzung verschiedener Maßnahmen geht.

Altes mit Neuem verbinden. Dies gelte auch, wenn man die Studenten in Planungen mit einbeziehen möchte. „Sie denken anders. Sie haben andere Bedürfnisse. Sie haben die Zukunft im Kopf und können zu

Dauergästen werden“, meinte der 68-Jährige. – uli 

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