35 Jahre deutsch-franzosischer Jugendaustausch

Das Burghauser Organisationsteam v.l.n.r. Monika Behr-Fritzweiler und Dagmar Wasserrab mit Jugendreferent Werner Jedlitschka
Seit nunmehr 35 Jahren beteiligt sich die Stadt Burghausen an einem deutsch-französischen Jugendaustausch mit Paris. In Zusammenarbeit mit der Sprachenschule Pro Lingua und dem Organisator Marc Bernard kommen in jedem Jahr im April (2 Wochen) und Juli (drei Wochen) zwei Gruppen französischer Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Paris nach Burghausen, wo sie in Gastfamilien untergebracht werden.
Die Kinder absolvieren hier ein umfangreiches Programm, welches aus Sprachunterricht und verschiedenen Clubs am Vormittag sowie Sportaktivitäten und Freizeitheimbesuche am Nachmittag und Abend enthält.

Sie freuen sich über 35 Jahre deutsch-französischen Jugendaustausch: v.l.n.r. Nicolas Rit, langjähriger Betreuer, Monika Behr-Fritzweiler, Marc Bernard, Dagmar Wasserrab, Jugenreferent Werner Jedlitschka
Außerdem werden Fahrten nach München und Salzburg angeboten. An den Wochenenden nehmen die Jugendlichen am Familienleben ihrer Gastfamilien teil. Für Unterkunft und Verpflegung wird den Familien eine kleine Entschädigung vergütet.
Seit etwa 15 Jahren besteht auch die Möglichkeit für Kinder der Gastfamilien, in den Pfingstferien die Seine-Metropole kennen zu lernen - und das zu sehr günstigen Konditionen.
Bei Interesse an diesem Jugendaustausch können Sie sich gerne bei den Organisatorinnen vor Ort, Frau Melanie Schwab in der Geschäftsstelle des Bürgermeisters im Rathaus, Tel. +49 (0) 86 77 - 887 - 200 wenden, die Sie gerne über die Modalitäten informieren.

Höhepunkt der Kurse ist jeweils der große Abschiedsabend mit den Gastfamilien im Bürgersaal
Näheres zum deutsch-französischen Jugendaustausch
Das köstliche bayerische Buffet schmeckt auch den französischen Kindern.
1968 setzte Altbürgermeister Fritz Harrer in seiner damaligen Eigenschaft als Jugendreferent die Ideen des deutsch-französischen Jugendwerks um und startete für Burghausen ein Austauschprogramm.
"Die Jugend soll dauerhafte Brücken der Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland schlagen und mit diesem Austausch die Völkerverständigung aktiv praktizieren", so der damalige Aufruf Harrers. Dass dieser Aufruf in Burghausen auf offene Ohren stieß, beweisen die explosionsartig angestiegenen Schülerzahlen, die zum Sprachunterricht nach Burghausen kamen: Waren es im ersten Sommer 39 Mädchen und 32 Jungen, so waren es laut Bürgermeister Steindl im Jahre 1976 bereits 1.100 junge Franzosen, die an 420 Tagen in der Stadt weilten.
Diese Entwicklung setzte sich konstant fort und derzeit sind es in den zwei Kursen (April und Juli), die jährlich nach Burghausen kommen, jedes Mal an die 100 Kinder und Jugendliche.
Mit seinem Einzug in den Landtag übergab Fritz Harrer die Leitung des Jugendaustausches an den Burghauser Sportlehrer Lothar Loohs.
Seit 1980 ist Marc Bernard als französischer Beauftragter in Burghausen tätig, vor dieser Zeit weilte er allerdings schon einige Jahre als Betreuer von französischen Gruppen in der Stadt.
Deutsch-französische Freundschaft gilt auch für das bunte Rahmenprogramm. Hier die "Burghausen Magic Cheerleaders".
Deutsch-französische Freundschaft gilt auch für das bunte Rahmenprogramm. Hier die "Burghausen Magic Cheerleaders".
Als besonders erfreulich bezeichnet Bürgermeister Hans Steindl, dass auch die Schulen in den Schüleraustausch einbezogen werden, die jedes Jahr die Werbung an den Schulen für diesen Austausch gestatten. Von Lothar Loohs übernahm Anfang 1990 die leider viel zu früh verstorbene Rosi Koop-Zittlau die Leitung des Jugendaustausches in Burghausen.
Sie war eine Frau, die sich mit Leib und Seele dem Jugendaustausch verschrieben hatte und die über das normale Engagement hinaus sich für die Jugendlichen einsetzte.
Marc Bernard: "Sie war ein Stein zum Bau des Hauses deutsch-französische Freundschaft". Danach wurde die immer umfangreicher werdende Arbeit aufgeteilt, Claudia Hofelich und Hannelore Melle waren die Nachfolgerinnen von Rosi Koop-Zittlau als Ansprechpartnerinnen und Koordinatorinnen in Burghausen.
Der Club "Jazz Dance" zeigt eine mitreißende Tanzshow.
Nachdem die immer größer werdenden Gruppen nicht mehr allein in Burghausen untergebracht werden konnten, weitete sich das "Einzugsgebiet" auch auf Burgkirchen, Emmerting, Marktl, Haiming und grenzüberschreitend auch nach Österreich aus.
Seit nunmehr fast 15 Jahren ist der Austausch-Gedanke gänzlich Wirklichkeit geworden, denn auch die Burghauser Kinder haben seitdem die Möglichkeit, in den Pfingstferien nach Paris zu fahren, um ihre Sprachkenntnisse aufzubessern und Land und Leute kennen zu lernen.
Dieser Austausch in die "Gegenrichtung" wird von Anfang an von Dagmar Wasserrab betreut und organisiert, die nach dem Ausscheiden von Frau Hofelich und Frau Melle auch die Organisation des gesamten deutsch-französischen Jugendaustausches in Burghausen übernommen hat.











