Abschlussinszenierung
Wir kommen gut klar mit uns
von Dorothea Maslowska
Premiere: Donnerstag, 16. September 2010 um 20 Uhr
weitere Aufführungen: 17., 18., 19., 23., 24., 25. & 26.September jeweils um 20 Uhr in der Aula der Akademie
Burg 27 b, 84489 Burghausen
Realität, dieser kleinste gemeinsame Nenner....
Sind meine Träume und Alpträume weniger wahr, als das, was im Fernsehen, in Magazinen, im virtuellen Orbit abgebildet wird?
Wer bestimmt denn eigentlich, was "Realität" ist? Und was ist Wahrhaftigkeit?
Um diese und andere Fragen kreisen die Figuren der jungen polnischen Autorin, Dorota Maslowska,. In ihrem aktuellen Stück "Wir kommen gut klar mit uns" sind alle irgendwie auf der Suche nach einer passenden Identität. Eine tragischkomische und bitterböse Bestandsaufnahme einer möglichen polnischen Wirklichkeit, in den Grauzonen eines verkaterten Europas.
Drei Frauen, aus drei Generationen, Großmutter, Mutter und Tochter. Sie leben in einer klaustrophobisch engen Einzimmerwohnung - nebeneinander, in unterschiedlichen Welten, in unterschiedlichen Träumen gefangen. Die dicke Nachbarin kommt zu Besuch und setzt sich auf dem Sofa fest. Realität heißt, wenn nichts passiert?
Ein Filmregisseur zieht in die gleiche Wohnung ein und feiert sich und seinen bahnbrechenden Film, der allderdings noch nicht gedreht ist. Eine feine Dame fühlt sich, nachdem sie diesen Film gesehen hat, kathartisch erleuchtet und will irgendjemanden retten. Eine computersimulierte Schönheit sucht nach ihrem wegretuschierten Nabel. Und dann sitzen all diese Figuren gemeinsam auf dem Sofa und blicken verstört in den Fernseher, in dem leider nur ihr eigenes Spiegelbild läuft.
Großmutter und Enkelin spazieren durch die Explosion, des im zweiten Weltkrieg von den Deutschen bombardierten Warschaus.
Was wäre, wenn damals die Wohnung, das ganze Mietshaus, samt Oma und allen anderen, einfach in die Luft geflogen wäre?
Was wäre. wenn auch das alles nur ein Film wäre?
Was wäre wenn das alles nur Theater wäre?
Mit Michèle Haghuber, Johanna Kohlmünzer, Barbara Plamberger, Sarah Schuchardt, Michaela Spänle, Tobias Steffen.
Regie: Florian von Hoermann
Bühne: Jakob Egenrieder












