„Grüße aus Burghausen“ - Stadtgeschichte in Bildern
Markus Dorfmüller untersucht in seiner Bildserie "Burghausen…", welche baulichen Zeichen und historischen Fragmente die Geschichte der Stadt symbolisieren und prägen. Zu Fuß, mit Stativ und Großbildkamera im Gepäck, erkundet er die Umgebung:
„Als Fremder springt dich die Geschichte eines Ortes auf wundersame Weise an. Ich sehe Dinge, die andere in ihrem Alltag schon lange nicht mehr wahrnehmen“, stellte der Hamburger Fotokünstler in seinen Gesprächen mit den Bewohnern Burghausens immer wieder fest.
In präzisen Bildausschnitten, die aus seiner architektur¬fotografischen Praxis resultieren, zeigt er, wie sich die Bruchstücke aus unterschiedlichen historischen Epochen im Stadtbild der Gegenwart darstellen und wie sie präsentiert werden. Im zeitgenössischen Kontext erscheint manch ein historisches Denkmal irritierend bis absurd und verweist auf die Prozesse der Geschichtsrezeption einer Gesellschaft.
"Fiat Justitia" (Gerechtigkeit geschehe) lautet die Inschrift des Gedenksteins, der an die Richtstätte „Weh“ aus dem 17. Jahrhundert an der alten Landstraße nach Altötting erinnern soll - das Denkmal mit diesem Text wurde erst 1973 an dem Ort, wo einst die Köpfe rollten, aufgestellt.
Petra Gerschner, München
Mai 2008











