4. Burghof » Panorama-Ansicht
[25] Hexenturm
Gefängnisturm mit Zellen und Verlies - Letzter Hexenprozess in Burghausen 1751;
letzte Hinrichtung (mit dem Schwert) 1831
[26] Folterturm
(auch Schergenturm, Amtmannsturm und Eisenfronfeste genannt)
Folterkammer ("Fragstatt"), Gefängniszellen und Verlies - Folterkammer bestand noch bis 1918 mit originaler Einrichtung; danach Wohnraum; seit einigen Jahren als museale Einrichtung wieder zugänglich
[27] Zucht- oder Arbeitshaus
Entstanden erst 1574 bis 1661; auf Plan von 1661 "Neues Zeughauss", später auch "doppelte Kastenwachterwohnung" und Krankenhaus genannt - 1751/52 entlang der alten Sperrmauer mit gedecktem Gang ("Foltergang") als Zuchthaus ("Fronfeste") ausgebaut - 1811 aufgelassen
[28] Langer Kasten oder Haberkasten
Erbaut um 1400 für Stallungen (Marstall) und Futtervorräte - 1878 abgebrochen (Turnplatz für Garnison) 1960/61 großteils als Jugendherberge wieder aufgebaut; bis 1993 genutzt; ab 1995 Theaterakademie
[29] Kornmesser- oder Getreidewärtlturm
Wohnung des Verwalters des Langen Kastens, später des "inneren Schlossmesners"
[30] sog. Aventin-Haus
Durch Anbau (mit spätgotischem Treppengiebel) vergrösserter Wehrturm; Wohnung des Kaplans der inneren Schlosskapelle - Der Überlieferung nach Wohnung des bedeutenden Humanisten und Vaters der bayerischen Geschichtsschreibung Johannes Turmair von Abensberg genannt Aventinus, der 1509/10 als Erzieher der Prinzen Ernst und Ludwig (Söhne Albrechts IV.) auf der Burg lebte. Pferdeschwemme und Laufbrunnen auf der Westseite des Hofes sind nicht mehr erhalten.










